Der Wald bedeckt knapp ein Drittel der Landesfläche Deutschlands, wobei sich die einzelnen Bundesländer stark unterscheiden. Man kann aber sagen, dass die Walddichte in den südlichen Bundesländern am höchsten ist. So oder so sind die Wälder ein bedeutender Bestandteil unseres Landes. Sie erfüllen seit je her verschiedenste Funktionen für uns, wobei die Erholungsfunktion oder die Holzgewinnung nur einen Teil ausmachen.

Aber wann spricht man eigentlich von "Wald"? "Wald ist mehr als tausend Bäume" sagt ein altes Sprichwort - und da ist was dran. In vielen Gesetzestexten heißt es sinngemäß, dass Wald eine Fläche ist, die mit Waldbäumen bestückt ist und ein eigenes Bestandesinnenklima aufweist. Jeder von uns kennt im Hochsommer die angenehme Kühle eines Waldes. Wenn wir von Wald reden müssen wir aber noch viel weiter gehen. Er ist z. B. Lebensraum für viele Pflanzen, Tiere, Pilze, Flechten, Mikroorganismen usw.. Er hat erheblichen Einfluss auf den Boden, das Trinkwasser und vieles mehr.

Kurzum war, ist und bleibt der Wald für uns enorm wichtig, und wir tun gut daran ihn zu schützen und zu bewahren.

Im folgenden zeigen wir Ihnen ein paar Eindrücke von verschiedenen Waldbildern und erklären ein bisschen was dazu:
Dieses Waldstück wurde im Winter auf dem Schellenberg (549mNN) - der höchsten Erhebung in Niederbayern außerhalb des Bayerischen Waldes aufgenommen.

Das Bild wird vor allem durch die hochgewachsenen und geraden Waldkiefern bestimmt. Der Wald ist - auch durch die regelmäßige Bewirtschaftung relativ locker und lässt somit viel Licht auf den Waldboden. Dadurch ist der Boden auf großer Fläche übersäht mit Heidelbeeren (etwas unscharf im Vordergrund), an trockenen Stellen auch mit Heidekraut. Die Bodenvegetation (=Krautschicht) deutet auf einen sauren Untergrund hin, ist dementsprechend relativ nährstoffarm.
Hier befinden wir uns auf dem Hochstauffen - dem östlichsten Berg der Chiemgauer Alpen auf ca. 1100 mNN.

Dieses Waldbild wird überwiegend von krumm gewachsenen Buchen dominiert. Diese Wuchsform bezeichnet man als Säbelwuchs. Es kommt zu dieser Form, weil sowohl durch Schneedruck als auch durch leichte Erdbewegungen, die jungen Stämme der Pflanzen geneigt werden. Da Pflanzen aber immer dem Licht entgegen streben, wird die Schieflage durch striktes Höhenwachstum wieder ausgeglichen. Nadelbäume sind unter diesen Bedingungen kaum konkurrezfähig. Sie fehlen deshalb fast vollständig.
Diese Aufnahme wurde in einem bedeutenden FFH-Gebiet mit Namen "Inn und untere Alz" gemacht (Landkreis Altötting / Obb.).

In diesem Teil des Waldes gedeihen aufgrund des nährstoffreichen und gut mit Wasser versorgten Bodens zahlreiche v. a. Laubbaumarten. Als Leitbaum fungiert hier zwar - wie fast überall in Bayern unter natürlichen Bedingungen - die Buche. Doch Einstreuungen verschiedenster weiterer Laubbäume, v. a. sogenannte Edellaubbäume, wie dieser Spitzahorn mit seinen breiten Blättern im Vordergrund, ergänzen dieses Waldbild. Eine Besonderheit dieser Wälder ist, dass hier nach dem Winter eine enorme Anzahl verschiedenster Frühjahrsblüher (sog. Geophyten) zu bewundern sind. In dieser Zeit sind die Bäume noch nicht belaubt, der Waldboden jedoch durch die ersten Sonnenstrahlen nach dem Winter schon erwärmt. Dieses kurze Zeitfenster nutzen dann das Buschwindröschen, der Waldmeister und viele weitere Arten um durch ihre enorme Zahl und bunten Blüten von Insekten bestäubt zu werden und sich somit fortzupflanzen. Ist das Blätterdach der Bäume geschlossen, verschwinden die Geophyten von der Oberfläche und überdauern das restliche Jahr als Knolle im Boden.
Nationalpark Bayerischer Wald, Bayerischer Wald

Zu Herbstbeginn fangen die Blätter der laubabwerfenden Bäume an, sich zu verfärben. Die Bäume bereiten sich jetzt auf den kommenden Winter vor. Die Blätter beenden die Photosynthese; es wird kein grüner Pflanzenfarbstoff mehr gebildet, der für den Stoffwechsel der Pflanzen entscheidend ist. Die Blätter verlieren deshalb ihre grüne Farbe und verbleidende Nährstoffe werden in den Baum zurück transportiert und gespeichert. Letztendlich wird das "wertlose" Blattwerk abgestoßen und fällt als Laub nach unten. Deses äußerst komplizierte Verfahren beginnt zuerst bei den am weitesten vom Stamm entfernen Blättern - also der äußeren Baumkrone - und endet im inneren Bereich. In diesem Bild sind alle Phasen zu erkennen: vom Grün über hellgrün bis zum Braun und zum Schluss der Laubabwurf. Erkennen Sie eigentlich den Luchs in diesem Bild?

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Aktueller Stand: 11.04.2020