Alles Leben stammt aus dem Wasser und auch heute noch spielen die verschiedensten Gewässer für uns und unsere Umwelt eine entscheidende Rolle. Nur ein Bruchteil (ca. 2%) des auf der Erde vorhandenen Wassers ist Süßwasser, deshhalb sind unsere Binnengewässer besonders erhaltens- und schützenswert.

Unter Binnengewässer versteht man die Oberflächengewässer im Landesinneren. Diese kann man noch weiter unterscheiden, in fließende und stehende Gewässer.

Beispiele für stehende Gewässer sind Seen. Dazu gehören die großen Seen der Alpen- und Voralpenregion, der bekannteste in Bayern: der Chiemsee. Aber auch kleinere Seen haben oft einen großen Wert für die Natur und die Erholung, unabhängig davon, ob sie natürlichen Ursprungs sind oder künstlich angelegt, wie z. B. Baggerseen. Typisch für alle Seen ist, dass sie aus einer mit Wasserpflanzen bewachsenen Zone am Rand und einer Tiefenzone (ab ca. 10 m) in der Mitte bestehen, in der keine Pflanzen mehr wachsen, da kein Licht mehr bis zum Boden vordringt. Fehlt diese Tiefenzone so spricht man nicht von einem See sondern von einem Weiher.

Flüsse und Bäche als Fließgewässer prägen nicht nur die Landschaft, sondern auch den Lebensraum der Menschen. So wird man in Zentraleuropa nur wenige große Städte finden, die nicht an Flüssen liegen. Aber auch die Natur wird durch die großen Flüsse entscheidend geprägt - etwa durch das Vorhandensein von Auwäldern, die sich sowohl in Flora als auch in Fauna deutlich von trockeneren Wäldern abheben.

Im Vergleich zu den übrigen Wäldern bestimmen in regelmäßigen Abständen auftretende Hochwässer das Ökosystem Aue. Die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaften ist hierbei von der Höhe und der Dauer der Überflutung abhängig. Wir können dabei grob die Weichholz- von der Hartholzaue unterscheiden. Die Weichholzaue bildet die erste Zone einer Aue. Sie steht direkt an der Uferzone an und wird häufig und höher überschwemmt. Die bestimmenden Baumarten sind vor allem Weiden und Pappeln. Diese Pflanzen sind sehr widerstandsfähig gegenüber Verletzungen durch beispielsweise Treibgut und Geröllfracht. Eine Hauptstrategie ist der Stockausschlag, d. h. eine Verletzung, im schlimmsten Fall einen kompletten Stammabbruch, gleicht der Baum durch neu anwachsende Triebe an der

betreffenden Stelle aus; die Pflanze stirbt also nicht ab oder infiziert sich.

Das obere Bild zeigt anschaulich die ersten Bereiche einer Auenlandschaft : Im Vordergrund ein Altarm im Mündungsbereich der Salzach in den Inn bei Haiming im Landkreis Altötting (man betrachte die vier prächtigen Schwäne!); unmittelbar anschließend der dichte Schilfgürtel des Uferbereichs und dahinter die Weiden und Pappeln der Weichholzaue.

Und so sieht ein - wenn auch schmaler - Streifen Weichholzaue genau aus:

Das matte Grünzeug - es bildet hier außerhalb der Vegetationszeit die einzigste Bodenbedeckung - ist Winterschachtelhalm (lat.: Equisetum hyemale). Er zeigt hoch anstehendes bzw. stark schwankendes Grundwasser an und erträgt auch, wie in der Aue üblich, Überflutungen über längere Zeit.

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Aktueller Stand: 11.04.2020